Ein Zug für S. Kneipp



Geschichte:
Sebastian Anton Kneipp (* 17. Mai 1821 in Stephansried in Oberschwaben; † 17. Juni 1897 in Wörishofen) war ein als Hydrotherapeut und Naturheilkundler bekannt gewordener bayerischer römisch-katholischer Priester. Er ist der Namensgeber der Kneipp-Medizin und der Wasserkur mit Wassertreten usw., die schon früher angewandt, aber durch ihn erst populär wurden.

Bad Wörishofen (bis 1920: Wörishofen) ist ein Kneippkurort und die größte Stadt im schwäbischen Landkreis Unterallgäu sowie eine von 13 leistungsfähigen kreisangehörigen Gemeinden in Bayern. Sebastian Kneipp wirkte im 19. Jahrhundert in Bad Wörishofen als Pfarrer und verbreitete von hier aus seine als naturheilkundlicher Laienheiler erlangten Erkenntnisse von der heilenden Kraft des Wassers, der Grundlage der Kneipp-Kur.
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Leute am Kneippen um 1925



Wozu brauchte es einen Zug für Pfarrer Kneipp?

Die 5,206 Kilometer lange Verbindung von Türckheim nach Bad Wörishofen wurde am 15. August 1896 eröffnet; sie wurde ursprünglich von der privaten Localbahn Actiengesellschaft Wörishofen erbaut und betrieben.
Er erhoffte sich von der Bahn einen Aufschwung für den Kurort Wörishofen. Zudem wurden seine ganzen Kur-Essenzen mit dem Gepäcktriebwagen, Gepäck- und Säurewagen transportiert. Personen wurden nur ausnahmsweise befördert. Die Strecke war seinerzeit eine der ersten elektrifizierten Eisenbahnen in Deutschland und wurde mit 550 Volt Gleichstrom betrieben. 1905 wurde die Gesellschaft aufgelöst, die Bahn kam zur Lokalbahn Aktien-Gesellschaft (LAG) aus München.
Mit der Verstaatlichung der finanziell angeschlagenen LAG wurde schließlich auch die Bad Wörishofener Strecke zum 1. August 1938 Teil der Deutschen Reichsbahn. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs musste der elektrische Betrieb 1939 wegen des benachbarten Flughafens eingestellt werden. Damit gehört die Strecke zu den wenigen deelektrifizierten Eisenbahnstrecken Deutschlands.

Güterverkehr ist seit 1994 nicht mehr möglich, 1995 wurden in Bad Wörishofen alle Nebengleise entfernt und es gibt keine Umsetzmöglichkeit mehr.

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Original Rollmaterial: ET 194 11
Der Triebwagen wurde 1930 auf der Basis eines ausgemusterten Gepäckwagens erbaut. Er hatte zwei Fahrmotore mit zusammen 110 PS und wog mit 5 t Fracht etwa 14 t. Der Zug umfasste noch ein Säurewagen und ein Gepäckwagen "Oppeln".
Text und Bilder oberhalb: Internet / Wikipedia


Modell:
Märklin 3683, Gepäcktriebwagen BR ET 194 111


Märklin 26194, Gepäcktriebwagen BR ET 194 111 mit Güter- und Säuretopfwagen.