Le Capitole SNCF

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Geschichte:
"Le Capitole" war ein von 1960 bis Anfang der 1990er Jahre verkehrender Zug von Paris-Austerlitz nach Toulouse. Es war die erste regelmäßige Bahnverbindung in Frankreich mit Geschwindigkeiten von bis 200 km/h. 1970 wurde "Le Capitole" zum TEE erhoben.

Am 15. November 1960 verkehrt zum ersten Mal ein Schnellzug mit dem Namen "Le Capitole" zwischen Paris und Toulouse. Benannt nach dem berühmten Gebäude in Toulouse fährt der Zug am späten Abend dreimal wöchentlich (außer samstags und sonntags) und bediente in erster Linie Geschäftsleute. Für die 713 km lange Strecke benötigt er sieben Stunden einschließlich vier Zwischenstopps in Limoges, Brive-la-Gaillarde, Cahors und Montauban. Zunächst besteht "Le Capitole" aus nur vier oder fünf Erstklasswagen der Bauart DEV Inox, einem CIWL-Speisewagen und einem Gepäckwagen. Planmäßige Höchstgeschwindigkeit ist 160 km/h. Zuglok ist eine Maschine der Reihe BB 9200.

Am 28. Mai 1967 nimmt "Le Capitole" den Schienenschnellverkehr in Frankreich mit 200 km/h auf, er ist zudem der erste europäische Zug mit 200 km/h Höchstgeschwindigkeit. Für den Zug werden einige Wagen des Typs UIC-Y geschwindigkeitsmäßig hergerichtet, ausschließlich erste Klasse, sie erhalten alle einen roten Anstrich mit einem breiten weißen Streifen unterhalb der Fenster.

Mit Einführung der zweiten TGV-Verbindung zwischen Paris und Toulouse im September 1991 wird er offiziell gestrichen. Die TGV Atlantique verbinden nun in 5 Stunden Paris über Bordeaux mit Toulouse.


Original Rollmaterial:
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Zu sehen im Eisenbahnmuseum der SNCF in Mulhouse F.


Modell:
Märklin 28590, Zugpackung "Le Capitole" SNCF. Die Packung wurde zum 150 Jahre Jubiläum von Märklin herausgegeben (2009).

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Die Lokomotive BB 9281
Die Wagen (alle 1. Klasse)